Fragen und Antworten
Was ist "Insulinresistenz" ?
Unter der Insulinresistenz versteht man ein vermindertes Ansprechen der Zellen des menschlichen Körpers auf Insulin. Vor allem die Muskulatur, die Leber und das Fettgewebe reagieren weniger empfindlich gegenüber dem Hormon Insulin. Diese reduzierte Sensibilität der Körperzellen auf Insulin beeinträchtigt die Wirkung sowohl von körpereigenem als auch von gespritztem Insulin.
In den letzten Jahren hat sich die Vorstellung von der Pathophysiologie und der Bedeutung des Typ-2-Diabetes grundlegend gewandelt: Ende der 80er Jahre wurde erstmalig gezeigt, dass ein Insulinmangel primär nicht das wesentliche Problem dieser Erkrankung ist. Im Gegenteil: Die Bauchspeicheldrüse produziert zunächst sogar übermäßig viel Insulin. Das Insulin kann seine Wirkung an den Zielorganen Skelettmuskulatur, Fettgewebe und Leber jedoch nicht mehr richtig entfalten: Der Patient ist insulinresistent.
Siehe umfangreiche Zusammenstellung unter Qualitätszirkel, Metabolisches Syndrom und Insulinresistenz
Siehe auch unter www.insulinresistenz.de
Ernährungsempfehlungen:
Zehn Regeln für eine vollwertige Ernährung
- nach der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE)
- Vielseitig - aber nicht zuviel
Wählen Sie ein abwechslungsreiches Essen: Das schmeckt und ist vollwertig. - Wenig Fett und fettreiche Lebensmittel essen
70-90 g Fett pro Tag reichen aus, um Sie mit allen lebensnotwendigen Fettsäuren und fettlöslichen Vitaminen zu versorgen. Achten Sie vor allem auf unsichtbare Fette (z. B. in Fleisch- und Milchprodukten, Süßwaren). Bevorzugen Sie pflanzliche Fette. - Würzig, aber in Maßen: Zucker und Salz
Seien Sie kreativ und heben Sie den Eigengeschmack der Speisen mit Kräutern und Gewürzen hervor. Verwenden Sie jodiertes Speisesalz. - Reichlich Vollkornprodukte und Kartoffeln
Fettarm, aber reich an Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen, Ballast- und sekundären Pflanzenstoffen. - Reichlich Gemüse und Obst
Von Gemüse und Obst sollten Sie möglichst fünf Portionen am Tag zu den Hauptmahlzeiten und als Zwischenmahlzeit zu sich nehmen. Sie liefern Ihnen neben Vitaminen, Mineralstoffen, Ballaststoffen auch wichtige sekundäre Pflanzenstoffe. - Milch und Milchprodukte täglich, Fisch einmal wöchentlich und Fleisch, Wurstwaren, Eier in Maßen
So erhalten Sie hochwertiges Eiweiß und viele wertvolle Nährstoffe (Calcium, Jod, Selen, Omega-3-Fettsäuren, Eisen, Vitamin B1, B6, B12). Ein Zuviel an Eiweiß kann die Niere belasten - wöchentlich 300-600 g Fleisch und Wurst sind ausreichend. Bevorzugen Sie fettarme Produkte. - Flüssigkeit: reichlich
Trinken Sie ca. 1,5 Liter pro Tag - möglichst vom lebensnotwendigen Wasser. Alkohol hingegen nur in Maßen. - Zubereitung: schmackhaft und schonend
Bereiten Sie die Speisen bei niedrigen Temperaturen, in wenig Wasser und Fett zu. Damit erhalten Sie den Geschmack, möglichst viele Nährstoffe und vermeiden, dass sich schädliche Verbindungen bilden. - Zeit für den Genuss
Essen Sie langsam und bewusst - das fördert das Sättigungsempfinden. Denken Sie daran: Das Auge isst mit - so macht das Essen Spaß. - Gewicht im Lot - fit durch Bewegung
Achten Sie auf Ihr Gewicht und bewegen Sie sich regelmäßig. Mit Spaß zu mehr Fitness und Wohlbefinden.
Denken Sie daran: 3L-Regel: langsam-lächeln-lustig sein..